Heute bei dir. 
Update
Ausgabe #6 | 18.06.2021

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In aller Kürze:

+++ Neuigkeiten aus den Basis-AGs +++
+++ Zukunftsbild nach über 700 Rückmeldungen im Feinschliff +++
+++ Fragen zum Synodalen Weg +++
+++ Was bedeutet soziales Unternehmertum für die Zukunft? +++
+++ Geistlicher Impuls: Freiheit, die Grenzen sprengt.+++
+++ Best Practice: "Frischer Wind": ein Podcast
aus der katholischen Jugendarbeit.+++


+++ Ausblick: Beiträge erbeten bis 25.06. +++

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 
wie gelingt ein Dialog auf Augenhöhe? Es ist eine Fragestellung, die sich durch alle gesellschaftlichen Diskurse zieht. In der Politik. In der Kultur. Und in der Kirche. 2010 kürte die New York Times den im Netz entstandenen Begriff „Mansplaining“ zu einem der Wörter des Jahres. Eine Wortneuschöpfung aus den englischen Wörtern „Mann“ und „erklären“. Dabei lässt sich die Betrachtung nicht auf eine feministische Perspektive verengen. Es geht um die Grundfrage: Nur weil ich anders denke und bin in dieser Welt, verstehe ich sie nicht weniger gut als andere, wie Rebecca Solnits, 

eine der bekanntesten amerikanischen Essayistinnen sinngemäß schreibt. 
Der Abstieg vom hohen Ross auf Augenhöhe ist bisweilen steil und rutschig. „Zuerst zuhören, dann Ratschläge geben“, sagt Polat. „Wir müssen unsere Gegenüber als Experten und Expertinnen der eigenen Lebenswirklichkeit sehen.“ Dafür braucht es auf allen Seiten einen großen Sack voll Neugier, Empathie, Geduld. Und die große Begeisterung, aus neuen Erkenntnissen, Veränderungen zu bewirken. Für das Bistum Aachen heißt das synodal: „Heute bei dir“. Im Dialog. Auf Augenhöhe.
Bleiben Sie weiterhin geistreich.

Herzlichst im Namen des Teams  
 
Marliese Kalthoff  
Leiterin Stabsabteilung Kommunikation & Mitglied der Lenkungsgruppe


 
Aus dem Prozess. 
Basis-AGs.
Bild BAG 6

++ Diakonische Verantwortung: Maßnahmenpakete für mehr Motivation und Kreativität ++

Wird unser Bistum zukünftig deutlich erkennbar das „diakonische Bistum Aachen“? In der Schlussphase ihrer Arbeit beschäftigt die Basis-AG 6 die Frage, mit welchen konkreten Maßnahmen sich in den kommenden fünf Jahren diese Haltung deutlicher etablieren lässt. Neben der Liturgie und der Verkündigung soll die „diakonische Verantwortung“, so der Titel der BAG 6, ein gleichwertiger Vollzug von Kirche sein. Und künftig deutlich erkennbarer werden. Bei einem „leibhaftigen“ Treffen der Basis-AG im Nell-Breuning-Haus (dem ersten realen Treffen seit dem 29. Oktober 2020!) wurden nun die Ziele formuliert und für die Roadmap erste Maßnahmenpakete ins Wort gebracht. Angefangen bei Qualifizierungsangeboten für hauptamtlich und freiwillig Engagierte, reichen die Ideen über digitale Plattformen und virtuelle wie reale Kompetenzzentren bis hin zur Förderung neuer Ideen, Initiativen und Projekte durch einen Innovationsfonds. Letzterer steht für mehr Innovation und Kreativität in der diakonischen Arbeit und eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, um Benachteiligten eine Stimme zu geben und gute Arbeit sichtbar zu machen. Auch Angebote im katechetischen Bereich, wie z.B. eine „Caritas-Walz“ in der Firm-Vorbereitung ist denkbar. Man darf gespannt sein!

Autor: Wolfgang Oellers, Handlungsfeldkoordinator
Zukunftsbild.
Symbolbild Zukunftsbild


Feedback-Phase endet erfolgreich – nun geht es in die letzte redaktionelle Schleife


Genauso wie die Basis-AGs wird auch die Arbeitsgruppe „Zukunftsbild“ am 31. Juni ein fertiges Ergebnis einreichen. Dieses wird im anschließenden synodalen Verfahren initial beraten und in Kraft gesetzt werden und handlungsweisend für die weiteren Beratungen sein.

Ein Vorhaben, das auf möglichst breitem Fundament fußen soll, wenn es die Gläubigen im Bistum repräsentieren und gleichzeitig inspirieren soll. Deshalb floßen in die Beratungen und Arbeitsprozesse immer wieder verschiedenste Rückkopplungen mit der Lebenswirklichkeit der Menschen im Bistum ein:
  • einerseits über 736 dezidierte Rückmeldungen zur veröffentlichten ersten Skizze des Zukunftsbildes (die Rückmeldung stand allen offen über ein Online-Formular).
  • andererseits auch das fachliche Feedback diverser befragter Experten verschiedener Themenfelder.
  • breit angelegte empirische Untersuchungen und Rückmeldungen in Form von stichprobenhaften Befragungen.
Natürlich gaben auch schon viele diözesane Gruppen und Gremien ihre Rückmeldung – einschließlich Bischof Dr. Dieser. So liegt es nun bei der Arbeitsgruppe, unter Berücksichtigung des eingegangenen Feedback die Zukunftsbildskizze final zu verdichten. Die Ergebnisse werden veröffentlicht und auch in einer der nächsten Ausgaben der Newsletter vorgestellt werden.
Innovations-Plattform.
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Von unternehmerischem Handeln und einer angemessenen Fehlerfreundlichkeit

Was ist soziales Unternehmertum und welche Bedeutung kann es für die Zukunft der Kirche haben? Beim Mixbecher, dem Innovationsstammtisch im Bistum Aachen, wurde darüber intensiv diskutiert. Referentin Magdalena Keus bringt beruflich Gründerinnen und Gründer von Sozialunternehmen mit Investoren zusammen. In Ihrer Einführung grenzte sie Sozialunternehmertum („Social Entrepreneurship“) auch von allgemeinen, diakonisch-sozialen Initiativen ab. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass Sozialunternehmer und Sozialunternehmerinnen mit ihrem unternehmerischen Handeln das Ziel verfolgen, ihr Projekt, zumindest langfristig, unabhängig von öffentlichen Zuschüssen oder Spenden zu machen. Das funktioniert in der Regel nur, wenn eine funktionierende „Geschäftsidee“ entwickelt wird, mit der perspektivisch Einnahmen generiert werden können.
Sozialunternehmertum muss aber nicht der Initiative von Einzelnen überlassen bleiben. Wenn eine Großorganisation, wie etwa ein Bistum, unternehmerisches Denken zu sozialen Zwecken aus sich selbst heraus fördert, spricht man von „Social Intrapreneurship“. Es ist besonders geeignet, wenn neue Lösungen für den bestehenden Auftrag einer Organisation gefunden werden sollen. Damit eine Organisation hierbei wirklich erfolgreich sein kann, müssen laut Magdalena Keus zwei Dinge zusammenkommen: Die gezielte Befähigung von Mitarbeitenden zum unternehmerischen Handeln und eine angemessene Fehlerfreundlichkeit – denn auch bei sozialen Innovationen findet sich die Lösung oft nicht beim ersten Anlauf.

Autor: Christian Schröder
Best Practice.

"Frischer Wind" - der Podcast von, für und mit Menschen in der katholischen Jugendarbeit

symbolbild Best Practice
„Frischer Wind“: unter diesem Titel podcasten Maik Vollberg und Florian Hilgers seit Dezember vergangenen Jahres in bislang sieben Episoden. Das Ziel: die beiden Beauftragten für die Katholische Jugendarbeit in der Region Mönchengladbach und Heinsberg wollen mit dem Podcast ein mediales Angebot schaffen, mit dem sich Ehrenamtliche als auch Hauptamtliche Personen über ihre Arbeit vernetzen können. „Daher auch der Name ‚Frischer Wind‘: wir möchten Menschen ‚an den Tisch holen‘, uns gemeinsam mit ihnen in einem Gespräch über Aktionen, Erfahrungen und Meinungen austauschen und dem jeweiligen Gast eine Stimme geben“, so Florian Hilgers. Als Zielgruppe geben die beiden vor allem Jugendliche und junge Erwachsene an. „Dabei ist aber klarzustellen, dass jeder Interessierte diesen Podcast anhören darf und kann“, unterstreicht Hilgers.

Während die beiden Podcaster bislang zwei Folgen pro Monat veröffentlicht haben, ist mit dem Ende der Sommerferien die Umstellung auf eine Episode geplant. So wird im Wechsel jeden Monat ein Beitrag aus Heinsberg und einer aus Mönchengladbach entstehen. Was haben sich die Macher für die Zukunft vorgenommen? „Unser Projekt zu etablieren und Menschen - jung und alt - eine Plattform geben, um über die Arbeit in der kirchlichen Jugendarbeit zu berichten“, so Florian Hilgers.

Zu finden ist der Podcast auf der Streamingplattform Spotify unter „Frischer Wind – KathJA MG/HS“.

Autor: Kommunikationsabteilung

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Atempause.

Geistlicher Impuls.

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Freiheit, die Grenzen sprengt

Das schaffe ich nicht.
Alleine kann ich ja doch nichts bewirken.
Solche Sätze höre ich oft.
Und genauso oft ertappe ich mich dabei, selbst so zu denken.
Dann rufe ich mir diesen Psalmvers in Erinnerung:

Ja, mit dir überrenne ich Scharen,
mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
(Psalm 18, Vers 30)

Ich muss nichts alleine schaffen.
GOTT ist meine Kraft.
Mit IHM an meiner Seite kann ich Grenzen sprengen und Hindernisse überwinden.
ER traut mir viel zu, viel mehr als ich mir selbst.
ER ermuntert mich, die Freiheit und die Möglichkeiten, die er mir geschenkt hat, zu nutzen und voll auszuschöpfen.

Danke, Gott,
dass ich frei leben darf und DU bei mir bist.
Danke, Gott,
dass Du mich ermutigst,
neue Sichtweisen und Möglichkeiten auszuprobieren.
Danke, Gott,
dass ich lernen und wachsen darf,
jeden Tag und an jeder Herausforderung ein Stückchen mehr.

Autorin: Anja Minder, Geistliche Begleitung im „Heute bei dir“-Prozess
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Zitat der Woche:
 
 
"Man verlangt von uns eine Reform, die – in diesem Fall – nicht in Worten besteht, sondern in Verhaltensweisen, die den Mut haben, sich dieser Krise auszusetzen, die Realität anzunehmen, wohin auch immer das führen wird. Und jede Reform beginnt bei sich selbst. Die Reform in der Kirche haben Männer und Frauen bewirkt, die keine Angst hatten, sich der Krise auszusetzen und sich selbst vom Herrn reformieren zu lassen." 

Aus dem Schreiben von Papst Franziskus
an Kardinal Reinhard Marx
Zahl der Woche:


4.110

Firmungen sind im Jahr 2019 im Bistum Aachen gespendet worden.
Quelle: Finanzbericht Bistum Aachen 
Weiterdenken. 
Debatte & Streit.
Mithilfe gefragt: Online-Befragung zur
Satzung der GdG-Räte

„Die Satzung für den Rat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG-Rat)“ ist im Jahr 2013 mit dem Ziel in Kraft getreten, Frauen und Männern im Bistum Aachen „Verantwortung für das kirchliche Leben, insbesondere beim Aufbau und der Leitung der Gemeinden“ zu übertragen. Nun steht nach zwei Amtsperioden die Überprüfung der Satzung auf dem Programm. Aus diesem Grund hat der Fachbereich „Gemeindearbeit/Gemeindeberatung“ der Abteilung „Pastoral in Lebensräumen“ in Kooperation mit dem Diözesanrat der Katholiken eine Befragung organisiert. „Die Überprüfung der Satzung kann nur gelingen, wenn viele Menschen ihre Perspektive einbringen. Wir erhoffen uns, daraus Erkenntnisse für die aktuelle Arbeit und die zukünftige Entwicklung ableiten zu können“, unterstreicht Ursula Schürmann, die für die Umsetzung der Befragung verantwortlich ist.

Die Umfrage ist anonym und wird nach wissenschaftlichen Standards durchgeführt und ausgewertet. Sie richtet sich an die amtierenden ehrenamtlichen Mitglieder der GdG-, Pfarrei- und Gemeinderäte, Leitungsteams und Kirchenvorstände, außerdem an alle, die hauptamtlich in der Seelsorge einer GdG wirken: Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferent/innen bzw. -assistent/innen. „Uns ist sehr bewusst, dass nicht alle die Satzung gleich gut kennen. Wir bitten Sie trotzdem, die Fragen nach Ihrer Wahrnehmung zu beantworten. Es gibt dabei kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ – wichtig ist Ihre Einschätzung der Dinge“, so Schürmann. Der Befragungszeitraum läuft noch bis zum 5. Juli.

Möchten auch Sie Ihre Perspektive einbringen? Hier geht es zur Befragung. 

Autorin: Ursula Schürmann

WortWörtlich.
Gängige Begriffe aus dem Alltag des "Heute bei dir"-Prozess erläutert: 
Roadmap
Definition in Anlehnung an Gablers Wirtschaftslexikon:
Kreatives Analyseverfahren, mit dem die Entwicklungspfade von Produkten, Dienstleistungen und Technologien in die Zukunft hinein analysiert, prognostiziert und visualisiert werden.
Definition in Anlehnung an Wikipedia:
Die Roadmap ist ein seit Anfang der 2000er Jahre auch im deutschen Sprachraum verbreiteter Anglizismus, der gerne als Synonym für eine Strategie oder einen Projektplan verwendet wird. Eine Roadmap dient als Kommunikationsmedium und stellt visuell eine Übersicht dar, wie sich eine Sache, meist ein Produkt, über einen strategischen Zeitraum entwickelt. Kennzeichnend für die Roadmap ist der nur vorbereitende Charakter und die grobe Planung der auszuführenden Schritte über einen längeren Zeitraum. Die Roadmap dient dazu, langfristige Projekte in einzelne, leichter zu bewältigende Schritte zu strukturieren, wobei Unsicherheiten und mögliche Szenarien zur Zielerreichung betrachtet werden.

In anderen Worten:
"Gut geplant ist halb gewonnen"

Nachgefragt.

...bei Katrin Hohmann, Diözesane Ansprechpartnerin des Bistums Aachen für den Synodalen Weg.

Das Wort  Synode ist derzeit in aller Munde. Wie erleben Sie den Synodalen Weg auf der Ebene der bistumsübergreifenden Gespräche zwischen Klerikern und Laien?
Vorab: Wie ist es überhaupt zum Synodalen Weg gekommen? Die MHG-Studie hat aufgedeckt, welches Ausmaß sexualisierte Gewalt im Raum der Kirche über Jahrzehnte angenommen hat.
Missbrauch und Vertuschung sind nicht nur auf schuldhaftes Verhalten einzelner Personen zurückzuführen, sondern es gibt auch begünstigende Faktoren in den kirchlichen Strukturen und Denkmustern. Unter diesem Eindruck hat die Deutsche Bischofskonferenz das Zentralkomitee der deutschen Katholiken gebeten, sich an an einem Reformprozess zu beteiligen, der Konsequenzen aus den Fehlentwicklungen und Missständen ziehen soll. Der Synodale Weg ist eine gemeinsame Aktion der katholischen Kirche in Deutschland angesichts dieser Krise, bei der gewählte und ernannte Delegierte aus allen Bereichen kirchlichen Lebens miteinander beraten, in offener Atmosphäre diskutieren und um Handlungsoptionen ringen. Damit zeigt der Synodale Weg auch Parallelen zur Würzburger Synode, bei der schon Laien beteiligt und stimmberechtigt waren. Synodalität zeigt sich darin, dass alle „gemeinsam auf dem Weg sind“, um Reformmöglichkeiten auszuloten.
 Aber in der katholischen Kirche ist überhaupt noch nicht geklärt, was Partizipation und Mitwirkungsrechte in einer "geschwisterlichen/ synodalen Kirche" konkret bedeuten und welche Rahmenbedingungen sich dafür noch ändern müssen, sondern wir sind eher am Anfang eines langen Lernprozesses! Nach meiner Einschätzung waren die bisherigen Gespräche in der Vollversammlung, bei den Regionalkonferenzen und auch bei der Online-Konferenz von einer großen Offenheit und einem starken Reformwillen gekennzeichnet. In ungewohnt offener Weise wurden Probleme und Missstände angesprochen; in den Synodalforen wurde mit hohem theologischen Sachverstand um Reformvorschläge gerungen und erste Vorlagen erarbeitet. Widerstand gab und gibt es nur von einer kleinen Gruppe einzelner Bischöfe (und Laien). Ich hoffe sehr, dass sich das sich das synodale Ringen bewährt und „Synodalität“ in der katholischen Kirche in vielen Bereichen zunehmend zum Standard wird, um zu tragfähigen Entscheidungen zu kommen.
Die Erwartungen an die Ergebnisse, die im September beraten werden sollen, sind hoch. Wo liegen die Chancen, wo die Risiken?
Ich bin davon überzeugt, dass in der nächsten Vollversammlung im September qualifizierte Entwürfe von den Synodalforen zur Beratung und Abstimmung vorliegen werden. Die vier Synodalforen sind mit engagierten und kompetenten Mitgliedern besetzt. Vermutlich werden die Vorlagen auch mehrheitlich angenommen. Aber als kritischer Punkt wird sich erweisen, dass die Beschlüsse für die Bischöfe nicht (rechts-)verbindlich sind, d.h. in einigen Diözesen werden die Reformen umgesetzt, in anderen evtl. nicht. Das wird zu Ungleichheit und großem Unmut führen. Ein weiteres Risiko sehe ich darin, falls die Vorlagen (durch den Widerstand weniger) so lange kompromissmäßig quasi „weichgespült“ werden, dass in den Beschlüssen wirklicher Reformwillen nicht mehr zu erkennen ist. Auch das wird zu Resignation und Frustration führen, sowohl bei den Synodalmitgliedern als auch bei den Katholiken „an der Basis“, die sich vom Synodalen Weg mehr erhofft haben.
Welche Verbindungslinien gibt es zwischen dem Synodalen Weg und dem "Heute bei dir"-Prozess im Bistum Aachen? 
Für mich besteht die Verbindung beider Prozesse in dem klar formulierten Reformwillen, ausgehend von der Tatsache, dass es in der katholischen Kirche in dieser Form (wie bisher) nicht „einfach so“ weitergehen kann! Der Anlass war aber jeweils ein anderer: Beim Synodalen Weg war der Anlass eindeutig die MHG-Studie  (s.o.), bei dem Hbd-Prozess die derzeit sich stark wandelnde pastorale Situation im Bistum, die sinkenden Zahlen bei den pastoralen Mitarbeitern, geringere Kirchensteuereinnahmen. Der Synodale Weg hat vier Themen formuliert, die weit über den deutschen „Tellerrand“ hinausgehen und (systemische) Fragen an die katholische Kirche als Ganze stellen.
Das heißt konkret? 
Wie ist in der katholischen Kirche Macht verteilt und kann Partizipation gelingen? Wie können Frauen gleichberechtigt in Kirche sein, auch in der Ämterfrage? Wie muss heute priesterliche Existenz aussehen und soll der Zölibat verpflichtend bleiben? Wie muss eine Sexualmoral angesichts der Erkenntnisse moderner Naturwissenschaften neu formuliert werden?  Die Themen beim "Heute-bei-Dir"-Prozess sind eher pastoral-pragmatisch: Orte von Kirche, Weiterentwicklung der pastoralen Räume, Charismenorientierung im Ehrenamt, Kommunikationskultur, Gottesdienst, Gebet und Katechese, Jugendpastoral, diakonisches Handeln, Geschlechtersensible Haltung. Letzteres ist erst nachträglich (mit dem Beginn des Synodalen Weges) hinzugefügt worden.
Was wird relevant werden? 
Bei beiden Prozessen wird für die Zukunft relevant sein, wie Entscheidungen getroffen werden, welche Bedeutung diese Entscheidungen haben und ob diese umgesetzt werden. Wenn sich bei beiden Prozessen viele Beteiligte jahrelang engagieren, um gute Lösungen ringen und Vorschläge erarbeiten, diese dann aber nicht realisiert werden, wird das zu einem weiteren Glaubwürdigkeitsverlust  in der katholischen Kirche führen, in dessen Folge sich viele (auch engagierte) Katholiken von der Kirche abwenden, innerlich „kündigen“ oder austreten. Bei beiden Prozessen ist eine klare und transparente Verfahrensweise nötig und wichtig, die zuverlässig klärt, wer wie an welchen Entscheidungen beteiligt ist und (mit)entscheidet.
Nachhaltig. Digital. Ökumenisch.
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Fit für die digitale Welt: Bildungschancen
von Kindern stärken
„Fit für die digitale Welt": unter diesem Motto haben die Katholikenräte der Regionen Aachen-Stadt und -Land eine Spendenaktion ins Leben gerufen. „Alle, die schon vor der Corona-Pandemie in prekären Verhältnissen lebten, laufen Gefahr, noch weiter ‚abgehängt‘ zu werden. Aufgrund unzureichender häuslicher Rahmenbedingungen und unterschiedlicher Bildungsniveaus gilt dies vor allem für den Bildungsbereich“, unterstreichen die beiden Vorsitzenden Holger Brantin (Katholikenrat Aachen-Stadt) und Walter Kahn (Katholikenrat Aachen-Land). Und weiter: „Deshalb wollen wir in diesem Jahr beginnen, Kinder in unserer Region für die digitale Welt zu qualifizieren und mit Spaß fit für den virtuellen Unterricht zu machen.“

Nach erfolgreichen Pilotprojekten mit der studentischen Bildungsinitiative it4kids in der
OT Josefshaus, Aachen, und in der KOT St. Castor, Alsdorf, geht es nun mit weiteren kostenlosen Kursen für Kinder weiter. Sie sollen aus Kirchensteuern, Spenden und Sponsorings finanziert werden. „Im ersten Schritt planen wir 20 Kurse zu einem Preis von jeweils 520 Euro. Hierfür bitten wir Sie herzlich um Ihre Unterstützung.“

Spenden sind über das folgende Konto möglich:

Bistum Aachen, IBAN: DE64 3706 0193 1000 1000 10, BIC: GENODED1PAX
Verwendungszweck: digikids KTR 21220402

Oder online über das Spenden-Tool der Pax-Bank: 

Für weitere Informationen steht Pfarrer Hans-Georg Schornstein telefonisch (0241 - 5156 8935) oder per Mail hans-georg.schornstein@bistum-aachen.de zur Verfügung. 

Autor: Kommunikationsabteilung
Daten & Fakten.
51

Begräbnisstätten im Bistum Aachen befinden sich in Trägerschaft der Kirchengemeinden.
41

Von diesen sind klassische Friedhöfe.
10

Grabeskirchen sind aktuell in Betrieb.  
2

weitere sind derzeit in der Planungs- und Bauphase. 
Zu guter Letzt.
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„Echt Klasse“: Präventionsparcours für Grundschulen   

In den vergangenen Ausgaben dieses Newsletters haben wir bereits über die „Starke Kinder Kiste!“ berichtet. Ein weiterer Baustein für ein altersgemäßes Präventionsangebot ist der Mitmach-Parcours „Echt Klasse“, konzipiert vom Kieler Petze-Institut. In der Pfarrei St. Donatus Aachen-Brand wurde der Parcours bereits Ende 2019 angeschafft und seitdem in verschiedenen Grundschulen im Bistum Aachen mit viel Erfolg und äußerst positiven Rückmeldungen der beteiligten Schulen und des Jugendamtes der Stadt Aachen eingesetzt, weiß Gemeindereferent Michael Schürmann zu berichten. „Mittlerweile werden wir auch vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW gefördert.“

Obwohl im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie bereits geplante Ausstellungstermine in Grundschulen abgesagt werden mussten, konnten mehr als 1000 Kinder mit Hilfe des Präventions-Parcours erreicht werden. An mehreren Spielstationen, die unter anderem mit den Leitgedanken „Mein Körper gehört mir!“ oder „Ich darf NEIN sagen“ überschrieben sind, können sich die Kinder mit den einzelnen Präventionsbausteinen vertraut machen. Dies geschieht nicht nur auf kognitiver, sondern auch auf emotionaler Ebene. Eine begleitende, sechsstündige, Lehrkräftefortbildung und ein Informationsabend für Eltern runden das Angebot ab. Hier wird aufgezeigt, was in der alltäglichen Erziehung präventiv gegen sexuellen Missbrauch wirkt. Momentan ist der Parcours in der Katholischen Grundschule Hanbruch aufgestellt.

Wer Interesse daran hat, ebenfalls mit dem Programm zu arbeiten, kann sich bei Michael Schürmann melden.   

Autor: Kommunikationsabteilung
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... erscheint am 02.07.2021.

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Was ist der "Heute bei dir"-Prozess?

Der "Heute bei dir"-Prozess ist ein Veränderungsprozess im Bistum Aachen, der zur Beteiligung einlädt. Im gemeinsamen Gespräch zwischen Gläubigen, Experten und kirchlichen Mitarbeitenden werden konkrete Handlungs-Impulse entwickelt, um eine Kirche der Zukunft wahrwerden zu lassen. Der Begriff "Heute bei dir" geht auf die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus zurück, bei welchem Jesus einkehrt. Er drückt das Anliegen aus, als Kirche aktiv auf die Menschen zuzugehen und in ihrer Lebenswirklichkeit einzukehren. 

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Bistum Aachen - Herausgeber: Lenkungsgruppe (V.i.S.d.P.)
Redaktion: Koordinationsbüro & Kommunikation Bistum Aachen
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