Heute bei dir. 
Update
Ausgabe #19 | 17.12.2021

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In aller Kürze:

+++ Bistum Aachen solide gerüstet +++
+++ Pastorale Räume in der Diskussion +++
+++ 3 Fragen an Msgr. Gregor Huben +++
+++ Interview mit der Initiative "Kirche bleibt hier" +++
+++ Synodalkreis-Arbeit im Video vorgestellt  +++

+++ Schicken Sie uns Ihre Ideen für den nächsten Newsletter! +++

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Liebe Leserin, lieber Leser,
die Erwartungen an die Ergebnisse und Beschlussvorlagen, die der Synodalkreis seit Spätsommer berät, fliegen allenthalben hoch. Doch Wunder, so brachte es gestern in der Konferenz der Regionalteams ein Teilnehmer auf den Punkt, werde es nicht geben. Auch vier Jahre nach Beginn des synodalen Veränderungsprozesses „Heute bei Dir“ sind harte Arbeit und Nerven angesagt. Aber vor allem Lust, auf allen Ebenen im Bistum die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Worauf sich alle gespannt einstellen können, sind wegweisende Richtungsentscheidungen, die als Grundlage für die Umsetzung eines aufbrechenden Change-Prozesses dienen. 

Bis zur nächsten Synodalversammlung im März behält sich der Synodalkreis vor, alle Ergebnisse in der Gesamtarchitektur noch einmal zu sichten. Deshalb mag der ein oder andere von Ihnen eine vertiefte Information vermissen. Uns in der Kommunikationsabteilung liegt es am Herzen, bis dahin so viele Informationslücken wie möglich zu füllen. Schreiben Sie mir deshalb gerne Ihre Anregungen und Erwartungen. Noch besser: Empfehlen und leiten Sie den Newsletter engagiert weiter. So entsteht ein wirksames Netz des Austauschs, das für die weiteren Veränderungen trägt. 
Nach dem Schneeballsystem haben übrigens auch die Kirchenvorstände der Eilendorfer Initiative „Kirche bleibt hier“ gearbeitet. Welche Gedanken sie mit Blick auf den Prozess und die künftige Motivation von Ehrenamtlichen umtreibt, lesen Sie hier.

Zudem werfen wir ein Schlaglicht auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, denen sich das Bistum in den kommenden Jahren stellen muss. Während einige Bistümer gegen hohe Millionenverluste ankämpfen, steht Aachen mit derzeit 970 000 Katholikinnen und Katholiken finanziell stabil. Die starke Säule in der Seelsorge, Bildung und Caritas ist unzähligen Köpfen und Händen zu verdanken. Nahezu jeder Euro der Kirchensteuer-Einnahmen fließt in das pastorale und soziale Angebot vor Ort in den Kirchengemeinden. Sinnbildlich für „Heute bei Dir“. Und wen es interessiert, was abseits struktureller Diskussionen sonst noch so passiert. In diesen Tagen ist von Alois Prinz eine neue Biographie über Jesus von Nazareth erschienen. Ein Satz bleibt besonders gut im Gedächtnis haften: "Er hat Menschen aus einer sozialen Isolation herausgeholt."

Wunder entfalten sich eben in vielschichtigen Dimensionen.

Ihnen einen besinnlichen 4. Advent im Kreis Ihrer Lieben.

Und bleiben Sie engagiert.

Ihre

Marliese Kalthoff

Aus dem Bistum. 
Bistum Aachen solide gerüstet.
Kirchensteuern fließen in Seelsorge, Bildung und Caritas
• Leichter Rückgang der Kirchensteuereinnahmen
• Nachhaltige Finanzstrategie orientiert sich an soziodemografischer Entwicklung
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Die Zahlen.

Das Bistum Aachen finanziert seine Aufgaben vor allem durch die von den Katholiken als Annex zur Lohn- und Einkommensteuer erhobene Kirchensteuer, die Zuschüsse des Landes nach der Ersatzschulfinanzierungsverordnung sowie den Erträgen aus der Vermögensverwaltung. Die Gesamterträge einschließlich der Finanzerträge beliefen sich 2020 gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung auf 371,0 Mio. Euro. Um von den Gesamterträgen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung zu den Nettoerträgen des Bistumshaushalts überzuleiten, sind insbesondere die zweckgebundenen öffentlichen Zuschüsse für die bischöflichen Schulen (68,2 Mio. Euro) sowie weitere zweckgebundene Erträge in Höhe von 6,0 Mio. Euro direkt mit den Aufwendungen zu verrechnen. Zudem sind die Bruttoerträge aus Kirchensteuern von 267,0 Mio. Euro um die Hebegebühren der Finanzverwaltung NRW (7,8 Mio. Euro) zu vermindern und Erträge des Sondervermögens Altersversorgung von 14,4 Mio. Euro herauszurechnen. Damit verblieben 2020 im Bistumshaushalt Nettoerträge in Höhe von insgesamt 274,6 Mio. Euro für die kirchliche Arbeit im Bistum Aachen.
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Wofür die Kirchensteuern eingesetzt werden. 

Die strategische Struktur des Haushalts ist geprägt durch den Einsatz von rund 50 % der Kirchensteuern für die Arbeit an der Basis in den Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbänden. Die andere Hälfte der Kirchensteuern wird für die übrigen Tätigkeitsbereiche - insbesondere der Bildung und Caritas - verwendet, während die Kosten der Bischöflichen Verwaltung nicht mit Kirchensteuern, sondern durch Erträge der Vermögensverwaltung, Staatsdotationen und übrige sonstige Erträge finanziert werden.
Geschäftsbericht lesen
"Wir werden kraftvoll gestalten."
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     Generalvikar Dr. Andreas Frick                                   Diözesanökonom Martin Tölle 
„Das Bistum Aachen zeigt sich bestens gerüstet, die großen Herausforderungen und die Veränderungen der Kirche in den kommenden Jahren kraftvoll zu gestalten. Wir werden konsequent schauen, wo wir als Kirche wirksam werden können. Dazu gehört auch, dass wir dem Reputationsverlust der Kirche in Deutschland durch weiterhin hohe Glaubwürdigkeit und transparentes Handeln entgegenwirken. Gerade die Flutkatastrophe hat gezeigt, wie entscheidend es war, dass wir sofort mit unserer Hilfe vor Ort waren.“
„Nahezu jeder Euro aus den Kirchensteuereinnahmen fließt in die Seelsorge, das Bildungsangebot und die Aufgaben der Caritas. Wir gehen in die kommenden Jahre mit einem hohen Kostenbewusstsein. Unsere Langfristplanung berücksichtigt, dass wir auch in 20 Jahren unser kirchliches Angebot finanzieren können müssen. Die tatsächliche Entwicklung in der Pandemie bestätigt unsere Entscheidung im Frühjahr 2020, seitens des Bistums Aachen trotz der Corona-Krise keine Einsparungen vorzunehmen, (...).“
Ganze Meldung lesen

Aus dem Prozess. 
Pastorale Räume im Blick.
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Im synodalen Veränderungsprozess „Heute bei Dir“, der 2018 begonnen wurde, stehen in den kommenden Monaten wichtige Entscheidungen an. Ein Synodalkreis, bestehend aus 17 Mitgliedern, berät, mit welchem Selbstverständnis die Kirche im Bistum Aachen ihr kirchliches Angebot in den kommenden Jahren ausrichtet. Das Thema der Basis-AG 3 - Pastorale Räume – ist eines von acht Bereichen, das am 3. und 4. Dezember im Synodalkreis diskutiert worden ist. In einem komplexen Bericht vereinen sich sowohl rechtliche, finanzielle als auch pastorale Fragestellungen.

Die Expertinnen und Experten der Basis-AG stellten ihre Roadmap vor und beantworteten die Fragen der Synodalkreis-Mitglieder. Darüber hinaus lieferten auch Diözesanökonom Martin Tölle und Offizial Gregor Huben wertvolle Hintergrundinformationen. Mit letzterem haben wir ein kurzes Interview geführt. Darüber hinaus kommen mit Herbert Schaber und Dieter Verheyen auch zwei Vertreter der Initiative „Kirche bleibt hier“ zu Wort. Ende Januar 2022 steht das Thema erneut auf der Tagesordnung.
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Kurz erklärt: der Konsent.
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Alle Treffen des Synodalkreises...

laufen nach dem gleichen Muster ab. Die Beschlussfassung erfolgt immer mit Hilfe der sogenannten Konsent-Methode. Was sich genau dahinter verbirgt und welche Herausforderungen sie mit sich bringt, erklären wir in einem kurzen Video-Beitrag.
Hier Video ansehen
3 Fragen an Gregor Huben.
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Domkapitular Monsignore
Gregor Huben 

Offizial des Bistums Aachen und Bischofsvikar für das kirchliche Verwaltungsrecht.

Zur Person. 

Der Offizial leitet und verwaltet im Auftrag des Bischofs das Bischöfliche Gericht des Bistums Aachen (Offizialat). Er bestellt in Ehenichtigkeits- und kirchlichen Strafverfahren die Gerichtshöfe und führt in der Regel den Vorsitz in den Verfahren, in denen er selbst mitwirkt. Das Bischofsvikariat für das kirchliche Verwaltungsrecht bearbeitet für den Bischof die kirchenrechtlichen, insbesondere die sakramentenrechtlichen, Anfragen und Angelegenheiten. Darüber hinaus unterstützen und beraten der Bischofsvikar und sein Referent die verschiedenen Abteilungen im Generalvikariat, die Pfarrer und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Pfarrgemeinden in kirchenrechtlichen Angelegenheiten, beispielsweise bei der Fusion von Pfarreien oder der Profanierung und Umnutzung von Kirchengebäuden, der Errichtung von Messstiftungen, etc.

Fusionen von Kirchengemeinden hat es in der Vergangenheit immer gegeben. Was ist kirchenrechtlich zu beachten, wenn sich neue Strukturen bilden sollen?

In der Tat hat es Fusionen immer wieder gegeben. Grundsätzlich gilt auch, dass der Diözesanbischof in seinem Bistum - nach Anhörung des Priesterrates - Pfarreien verändern, aufheben bzw. errichten kann (vergl. c. 515 §2 CIC). Allerdings hat er dabei die Ordnungen der römischen Kongregationen zu beachten. Als neuestes Dokument ist diesbezüglich insbesondere die "Instruktion der Kongregation für den Klerus: Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche" vom 29. Juni 2020, zu nennen. In dieser Instruktion werden Kriterien benannt, die der römischen Kongregation wichtig sind, wenn im Sinne einer missionarischen Erneuerung der Diözese die Strukturen der Pfarrei verändert werden sollen. Meiner Meinung nach sind dabei folgende Punkte zu beachten: Zum einen richtet dieses Dokument den Blick vor allem auf die bestehenden Pfarreien und betont, dass bei allen anstehenden Veränderungen der Grund für diese Veränderung primär in der Pfarrei selbst liegen muss. Insofern weist sie allgemeine Kriterien z.B. Priester- oder Finanzmangel als einzige Bewertungsmaßstäbe ebenso zurück, wie abstrakte Planungen (vergl. Nr. 48 der Instruktion). Es geht um jede einzelne Pfarrei, für die je einzeln eine Veränderung begründet werden muss. Es geht immer darum, die konkrete Situation vor Ort anzusehen und zu bewerten; die Kongregation sieht hier zunächst föderative Zusammenschlüsse vor (Nr. 47), bevor Pfarreien verändert werden. Insgesamt mahnt die Instruktion zu einem Vorgehen Schritt für Schritt.

Wie vollzieht sich ein solcher Prozess?

Auf dem Weg zu einer Strukturveränderung sind diejenigen zu beteiligen, die von den Veränderungen betroffen sind bzw. denen von Rechts wegen ein solches zugesprochen wird. So ist vor jeder Aufhebung, Errichtung oder relevanten Veränderung einer Pfarrei der Priesterrat anzuhören. Zudem sind aber auch diejenigen zu hören, deren Rechte durch eine solche Strukturveränderung beeinträchtigt werden könnten (vergl. c. 50 CIC). Das wären nach meiner Einschätzung zumindest die Kirchenvorstände und die pastoralen Gremien der jeweiligen Pfarreien. Nach der Anhörung aller Beteiligten kann der Bischof dann durch ein je einzelnes, begründetes Dekret die Pfarrei verändern.

Wie lauten Ihre Empfehlungen für alle Beteiligten?

Miteinander reden und überzeugen. Dies gilt sowohl auf der Ebene der Pfarreien, in denen die Vorteile von strukturellen Veränderungen für eine neue, missionarische Kirche im Bistum Aachen vermittelt werden müssen, damit sie dort auch gewollt werden. Es gilt den Gläubigen die Chancen von Strukturveränderungen aufzuzeigen und vielleicht auch deren Anregungen zur Wertschätzung des Bestehenden aufzugreifen und in die strukturellen Überlegungen aufzunehmen. Genauso sind meiner Einschätzung nach aber auch die römischen Behörden rechtzeitig über den Prozess und die beabsichtigten strukturellen Veränderungen zu informieren, um auch dort im Dialog Verständnis für mögliche Veränderungen der Pfarreistruktur zu wecken, damit es zu einer letztlich rechtssicheren Entscheidung kommt, die dann von allen Beteiligten mitgetragen werden kann.
Initiative „Kirche bleibt hier“ im Gespräch.
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Haben das Netzwerk „Kirche bleibt hier“ im Jahr 2019 gegründet (v.l.): Heinz-Günter Jünger, Dieter Verheyen und Herbert Schaber.

„Uns liegt viel an Kirche!“
Dieter Verheyen und Herbert Schaber im Interview

Seit Frühjahr 2019 versucht die Initiative „Kirche bleibt hier“ den „Heute-bei-dir“ Prozess aus dem Blickwinkel der Kirchenvorstände zu verfolgen. Die drei Gründer Dieter Verheyen, Herbert Schaber und Heinz-Günter Jünger treibt vor allem die Sorge um die Zukunft des den Kirchenvorständen anvertrauten Vermögens und die Gemeindestrukturen „vor Ort“ an. Deshalb haben sie ein Netzwerk, bestehend aus aktuell rund 270 Kirchenvorständen, im Bistum Aachen aufgebaut. An mehreren Regionaltreffen haben seit November 2019 mehr als 130 Personen teilgenommen. Im Interview beschreiben Dieter Verheyen und Herbert Schaber, wie sie zum „Heute bei dir“-Prozess stehen und was genau ihre Forderungen sind.
Herr Schaber, Herr Verheyen. Der Synodale Veränderungsprozess „Heute bei Dir" hat sich 2018 auf den Weg gemacht. Warum haben Sie sich nicht im Prozess beteiligt, sondern eine eigene Initiative gestartet? 

Schaber: Ehrlich gesagt, war ich von der Vorgehensweise im „Heute bei dir“-Prozess von Beginn an nicht ganz überzeugt. Ich hatte die Befürchtung, dass wir uns im Bistum Aachen an der Trierer Entwicklung orientieren würden, die bekanntlich inzwischen von Rom in Teilen gestoppt wurde. Deshalb hat mich der Gedanke angeregt, wie ich mich alternativ für unsere Kirche vor Ort einbringen könnte. Ganz schnell konnte ich dann Dieter Verheyen, Heinz-Günter Jünger und den Kirchenvorstand von St. Severin in Eilendorf für meine Idee begeistern. Inzwischen steht die Initiative „Kirche bleibt hier“ mit rund 270 Kirchenvorständen in Kontakt; so hat sich die Pfarrinitiative sehr schnell bistumsweit entwickelt. Wir sehen uns aber nicht als Widerständler, sondern wir wollen den Prozess konstruktiv und kritisch begleiten; denn uns liegt viel an Kirche. 



Die Ergebnisse der Basis-AG 3, die sich mit den Pastoralen Räumen beschäftigt hat, liegen inzwischen vor. Wie lautet Ihr erstes Resümee?


Verheyen
: Es ist richtig, dass wir bis Juni dieses Jahres überhaupt keine Vorstellung davon hatten, was denn überhaupt von der Basis-AG erarbeitet wurde. Mit Blick auf die Ergebnisse können wir nur sagen: Die Basis-AG hat handwerklich solide gearbeitet. Dennoch bleiben noch viele Fragen offen. Das größte Problem, das wir sehen ist: Es gibt einen hohen Zeitdruck und eine noch höhere Erwartungshaltung. Man kann ja kaum einen Prozess durchführen und dann am Ende keine Ergebnisse präsentieren. Ende März soll die Synodalversammlung über mögliche Ergebnisse entscheiden, wie eine künftige Struktur im Bistum Aachen aussehen soll. Viele Kirchenvorstände sehen die große Gefahr, dass einfach über ihre Köpfe hinweg entschieden werden soll. Das halten wir für den falschen Weg. 
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Geistlicher Impuls
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O Gott!

Wie oft nutzen wir im Alltag diesen Ausruf, wenn uns etwas erschreckt, etwas besonders aufregend oder ungewöhnlich erscheint oder auch besonders lustig ist. Ich habe mir angewöhnt, darauf zu achten, wann ich diesen Ausruf nutze – um daraus ein kleines, echtes (Stoß-) Gebet zu machen.
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Mixbecher.
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In der letzten Mixbecher-Veranstaltung des Jahres war mit Klaus Motoki Tonn am 9. Dezember ein Mensch zu Gast, der Organisationen – auch kirchliche – darin berät, Veränderungen anzustoßen. Eine Kultur des Zuhörens kann Motor für Veränderung sein. Der Unternehmensentwickler und Jurist orientiert sich dabei auch an den Werken von Henri Nouwen und der Kommunikationsexpertin Nancy Kline. „Wahre Zuhörer haben nicht mehr das innere Bedürfnis, ihre Anwesenheit kundzutun. Sie sind frei, zu empfangen, willkommen zu heißen, zu akzeptieren”, formulierte Henri Nouwen (1932-1996).

Seine Tagebuchnotizen aus einem New Yorker Trappistenkloster erschienen unter dem Titel „Ich hörte auf die Stille“. Der katholische Priester, gebürtig aus den Niederlanden, beschrieb seine sieben Monate in diesem Kloster im Jahr 1974. Er unterstellte sich den Regeln des Schweigens, der Kontemplation, der geistlichen Führung. Im Hören auf die Stille und auf Gott reifte der Entschluss des Theologen und Psychologen, seine Karriere als Hochschulprofessor aufzugeben und mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten.

Übrigens: Beim nächsten Mixbecher am 13. Januar 2022 wird es um das Thema Markenprofil und -führung in der Kirche gehen.
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Aus dem Bistum. 
Friedensnoten.
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Eindringliches Plädoyer gegen Krieg und Gewalt

Im Mai 2020 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. pax christi Aachen hat mit der Konzertlesung „Friedensnoten“ im Aachener Dom an dieses Ereignis und an die bleibende Aufgabe des Friedens erinnert. Domorganist Michael Hoppe und Dr. Stefan Voges, Geistlicher Beirat von pax christi Aachen, haben ein musikalisch-literarisches Programm präsentiert, das zum Nachdenken über den Frieden und zum Meditieren einlädt. Dank einer Förderung durch das „Stiftungsforum Kirche im Bistum Aachen“ ist das Programm „Friedensnoten“ jetzt auch auf CD erschienen.

Musikalisch steht die vierte Orgelsymphonie des französischen Komponisten Louis Vierne im Mittelpunkt. Dieser spätromantischen Musik wohnt eine große emotionale Kraft inne, die Michael Hoppe durch seine ebenso kraftvolle wie sensible Interpretation hervorragend zum Ausdruck bringt. Einen besonderen Reiz erhält das Werk dadurch, dass die einzelnen Sätze im Wechsel mit zeitgenössischen Texten von Stefan Voges erklingen. Die Texte reflektieren in unterschiedlichen Stilen verschiedene Aspekte des großen Themas Frieden – vom Aufstand gegen Krieg und Gewalt über den inneren Frieden des Einzelnen bis hin zur besonderen christlichen Verantwortung. Im Wechselspiel verbinden sich Text und Musik zu einer Meditation über und zu einem eindringlichen Plädoyer für den Frieden. Musikalisch schließt das Programm mit dem berühmten „Chant de Paix“ des französischen Komponisten Jean Langlais.

Die CD ist für 12 Euro im Dom-Shop erhältlich oder kann gegen eine Spende in der Geschäftsstelle von pax christi Aachen (info@pax-christi-aachen.de oder telefonisch unter 0241/402876) bestellt werden.
Spenden für Betroffene des Hochwassers.
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Um den Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen, hat das Bistum Aachen einen Solidaritätsfonds für vom Hochwasser betroffene Kinder und Familien eingerichtet.

Inzwischen sind knapp 600 000 Euro in den Solidaritätsfonds eingezahlt worden. Dies ist eine herausragende Summe, für die wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken wollen. Mit ihrem wichtigen Beitrag helfen Sie den Menschen in den Hochwassergebieten, die zum Teil ihre gesamte Existenz verloren haben. Wenige Monate nach der Flut haben wir in Kornelimünster nochmal genau hingeschaut und Pfarrer Dr. Andreas Möhlig nach den Folgen der Hochwasserkatastrophe befragt. 

Weiterhin gespendet werden kann auf das hier angegebene Konto der Pax-Bank:

IBAN: DE72 3706 0193 1000 1000 60
BIC:GENODED1PAX.
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Heute...
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Glossar.
Synodalität ist nicht gleich Synodalität. Vielmehr erleben wir in den kirchlichen Nachrichten gerade verschiedene Begriffe zum Thema „Synode“. Deshalb erläutern wir dies gerne an dieser Stelle. 

Was ist eine Synode?
Der Wortbedeutung nach ist Synode erst einmal eine Versammlung. Quer durch alle Kirchen versteht man darunter ein Gremium aus Vertretern, welche die gesamte Kirche repräsentieren sollen. Auch wenn die Begriffe „Konzil“ und „Synode" gerne synonym verwendet werden, bezeichnen sie kirchenrechtlich allerdings zwei unterschiedliche Arten der Versammlung: ersteres ist ein Beschlussgremium, letzteres ein Beratungsorgan. Bei beiden sind Bischöfe automatisch Mitglied. Es können bei einer Synode in der Regel weitere Mitglieder hinzugezogen werden.
Was bedeutet Synodalität?
Synodalität könnte man einerseits als „synodenmäßig“ oder „vom Wesen her synodal“ übersetzten. Es hat sich aber eingebürgert, dies für Formen zu verwenden, welche nicht nur auf die Versammlung von Bischöfen begrenzt, sondern weitaus partizipativer für Laien gestaltet sind. „Synodalität bedeutet, einen Weg zusammen zu gehen“ schreibt deshalb das Zentralkomitee deutscher Katholiken dazu. Solche Prozesse gibt es aktuell auf verschiedenen Ebenen (siehe unten)
Aktuelle Formen von Synodalität

Logo Heute bei dir

Synodale Prozesse
(wie der „Heute bei dir“-Prozess)

(Ebene: Bistum)

Ein synodaler Prozess kann (im Gegensatz zur Synode) von der Wortbedeutung auf allen Ebenen stattfinden – bei uns findet er auf Bistums-Ebene als „Heute bei dir“-Prozess statt. Deshalb wird der Prozess auch als „Gesprächs- und Veränderungsprozess“ unter der Beteiligung vieler bezeichnet. Auch gibt es im „Heute bei dir“-Prozess mehrere explizit synodale Gremien:
- den Synodalkreis
- die Synodalversammlung.

Beides sind Gremien bestimmter Vertreter:innen, welche zusammen mit dem Bischof detaillierte Änderungsvorschläge erarbeiten, die der Bischof dann in Kraft setzen kann.

Logo Synodaler Weg

Der Synodale Weg

(Ebene: alle deutschen Bistümer)

Der Synodale Weg ist ein Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. Er soll sich vor allem der Aufarbeitung von Themen widmen, die durch die „Missbrauchs-Krise“ besondere Beachtung fanden. Deshalb gibt es hier vier Themenforen:
- Macht und Gewaltenteilung
- Priesterliche Existenz heute
- Frauen in Ämtern der Kirche
- Gelingende Beziehungen, Liebe, Sexualität und Partnerschaft.

Bischof Dr. Dieser ist Co-Vorsitzender des letztgenannten Forums.

Logo Weltsynode

Bischofssynode

(Ebene: Weltkirche)

Die Bischofssynode ist als dreijähriger, weltweiter Prozess geplant. Die offizielle Bezeichnung lautet: XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode in Rom zum Thema „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“. In die verschiedenen Phasen werden die Bistümer, eine Reihe von Organisationen und schließlich die Bischofskonferenzen einbezogen, bevor der Prozess in die eigentliche Bischofssynode im Oktober 2023 in Rom einmündet. Bischofssynoden finden vor allem erst wieder seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) statt. Sie sind ein Beratungsgremium des Papstes und sollen ihn bei seinen Leitungsaufgaben unterstützen. Der Papst kann weitere Mitglieder ernennen; diese müssen keine Bischöfe sein.
Fehlt hier etwas?
Hast du Anregungen, Lob, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreib uns gerne eine Mail an:
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Der nächste (reguläre) Newsletter...

... erscheint am 14.01.2022.

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Die Redaktion behält sich vor, Beiträge redaktionell zu bearbeiten und Veröffentlichungen zu terminieren. Verantwortlich für den Inhalt sind die jeweiligen Autorinnen und Autoren der Beiträge.
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Was ist der "Heute bei dir"-Prozess?

Der "Heute bei dir"-Prozess ist ein Veränderungsprozess im Bistum Aachen, der zur Beteiligung einlädt. Im gemeinsamen Gespräch zwischen Gläubigen, Experten und kirchlichen Mitarbeitenden werden konkrete Handlungs-Impulse entwickelt, um eine Kirche der Zukunft wahr werden zu lassen. Der Begriff "Heute bei dir" geht auf die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus zurück, bei welchem Jesus einkehrt. Er drückt das Anliegen aus, als Kirche aktiv auf die Menschen zuzugehen und in ihrer Lebenswirklichkeit einzukehren. 

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Bistum Aachen - Herausgeber: Stabsabteilung Kommuniaktion (V.i.S.d.P.)
Redaktion: Koordinationsbüro & Kommunikation Bistum Aachen
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