Heute bei dir. 
Update
Ausgabe #[4]/2022

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In aller Kürze: 

+++ Bischof Dr. Helmut Dieser zur Ukraine +++
+++ Generalvikar Dr. Andreas Frick zum Arbeitsrecht +++
+++ Fragen und Antworten zum Prozess +++
+++ Impuls zur Fastenzeit +++

+++ Ausblick: Beiträge einreichen möglich bis 07.03. +++

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 
seit gestern Morgen gilt in Europa eine neue Zeitrechnung. Mit dem Angriff auf die Ukraine durch den russischen Präsidenten Putin herrscht nach jahrzehntelanger Entspannungspolitik Krieg in Europa.  Der Bruch mit dem Völkerrecht auf Selbstbestimmung und Souveränität des Staates dokumentiert die allgegenwärtige Fehleinschätzung, dass der russische Präsident nach der Logik eines auf Verteidigung und Entspannungspolitik pochenden Europas und Westens tickt. Es gehe, schreibt der ehemalige Außenminister und Vorsitzende der Atlantikbrücke Sigmar Gabriel heute im Handelsblatt vielmehr um eine Neuordnung der Welt. Nicht mehr Europa und der Atlantik bilden heute das Gravitationszentrum der Welt, sondern der Indo-Pazifik-Raum, wo mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt.

Seit gestern erhält deshalb das Aachener Friedenskreuz eine erneut schmerzhaft aktuelle Bedeutung. Krefelder Kriegsheimkehrer hatten das Kreuz 1947 als Zeichen der Buße und Versöhnung in Auftrag gegeben und seitdem wurde es bei vielen Wallfahrten durch das Bistum getragen.
„Gib dem Frieden Dein Gesicht“ lautet die Aufforderung ab April zum 75. Jahrestag.  Das Kreuz verbindet unendliches Leid mit dem Gedanken an Trost und Hoffnung. So können wir alle ein sichtbares Zeichen geben, dass der Krieg nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist.

Bischof Dr. Helmut Dieser hat gestern in einer ausführlichen Stellungnahme dazu aufgerufen, sich auf die „unaufgebbaren europäischen Werte zu besinnen, die das Zusammenleben in der Europäischen Union bestimmen. Ich bitte in dieser Stunde hoher Gefahr und größten Leids mitten in Europa auch für die zu beten, die jetzt politische Verantwortung tragen und weitreichende Entscheidungen treffen müssen."

Er bitte um das Gebet für die Menschen in der Ukraine, die Gewalt, Zerstörung und Tod erleiden, dass der Krieg bald beendet und der Friede wiederhergestellt wird.

Wir alle können dem Frieden ein Gesicht geben.

Herzlichst  

Marliese Kalthoff  

Leiterin Stabsabteilung Kommunikation & Mitglied der Lenkungsgruppe



 
Krieg beenden - Frieden wiederherstellen. 
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Bischof Dr. Helmut Dieser zur Ukraine. 
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"Das unsägliche Leid der Menschen in der Ukraine darf niemanden gleichgültig lassen"  

Krieg – mitten in Europa. „In dieser Situation müssen wir uns auf die unaufgebbaren
europäischen Werte besinnen, die unser Zusammenleben in der Europäischen Union bestimmen: Demokratie, freiheitlicher Rechtsstaat, Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung, Vertragsfreiheit und
Vertragssicherheit, Unversehrtheit der Grenzen, Religionsfreiheit. Es muss unser politisches Ziel sein und bleiben, diese Werte zu verteidigen und sie auch allen anderen Ländern zuzugestehen, die sich in freier Selbstbestimmung dafür entscheiden“, appelliert Bischof Dr. Helmut Dieser in einer gemeinsamen Pressemeldung von Domkapitel und Bistum Aachen. „Deshalb muss die Aggression des russischen Präsidenten gegen die Ukraine, ohne dabei selbst zu kriegerischen Mitteln zu greifen, mit der vollen diplomatischen und wirtschaftlichen Stärke der demokratischen Länder abgewehrt und schließlich überwunden werden."
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Aus dem Prozess. 
Sie fragen, wir antworten.
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Zukunft gestalten!

In den vergangenen Wochen haben uns zahlreiche Fragen erreicht, die sich mit den vorläufigen Ergebnissen der Beratungen des Synodalkreises befassen. Im Rahmen dieses Newsletters werden wir jetzt und in den kommenden Ausgaben versuchen, diese Fragen zu beantworten. Hier eine erste Auswahl:
Über das Regionalteam Krefeld erreichten uns folgende Fragen:

Wie viel Freiheit lässt die Bistumsleitung den Menschen vor Ort bei der Gestaltung von Zukunft? Wie viel wird gesetzt werden? Wie viel darf sich entwickeln?

Von Grund auf ist der synodale Veränderungsprozess auf die Beteiligung vieler Menschen ausgelegt. Und in den vergangenen Jahren haben sich viele Menschen mit ihren kreativen Ideen und Vorstellungen eingebracht. Nicht nur die Gläubigen, auch Menschen, die der Kirche fern stehen sowie auch die Diözesanen Räte. Veränderungen lassen sich nur umsetzen mit all diesen Menschen – mit den Engagierten vor Ort, mit den gewählten Gremien, die ihre Erfahrungen einbringen. Sie werden es sein, die die Beschlüsse mit Leben füllen. 

Dazu bieten etwa Pastorale Räume viele Möglichkeiten, neue Führungs- und Beteiligungsmodelle zu erproben und zu entwickeln, in neuen Konstellationen zusammenzuarbeiten: Priester, haupt- und ehrenamtliche Frauen und Männer. Wichtig ist, dass wir den Weg der Transparenz und Beteiligung konsequent weitergehen, eben wirklich eine synodale Kirche werden. 

Räte vor Ort brauchen klare Definitionen und eine „Gesamtschau“ – gerade wenn es nur noch zu kleineren Änderungen in den Beratungen kommen sollte.

Die Gremien vor Ort – GdG und Pfarreiräte sowie Kirchenvorstände – werden diejenigen sein, die sehr viel werden gestalten können. Sie sind immerhin das Gesicht der Kirche am Ort. Zudem werden auf den beiden kommenden Synodalversammlungen alle vorläufigen Beratungsvorlagen des Synodalkreises den Räten vorgestellt und diskutiert. Alle Beratungsvorlagen werden zur Synodalversammlung außerdem veröffentlicht. Entsprechend der Rätestruktur werden die Räte vor Ort über ihre Vertretung in den Diözesanen Gremien informiert.

Die Benutzung „alter“ und „neuer“ Begriffe wie Gemeinde, Pfarrei, Sozialraum oder pastoraler Raum ist verwirrend.

Bis zum Jahresende - so der derzeitige Vorschlag des Synodalkreises - werden diese Begrifflichkeiten verständlich definiert. Zunächst sollen die Pastoralen Räume auf der Basis von Sozial- und Lebensräumen beschrieben und entwickelt werden. Bis zum 1. Januar 2024  wird eine territoriale Struktur mit Hilfe umfangreicher Analysen gebildet sein. 

Über das Regionalteam Eifel erreichte uns folgende Frage:
      
Wird mit den größeren Pastoralen Räumen das Glaubensleben nicht noch anonymer?

Die Pastoralen Räume bieten viele Möglichkeiten, neues auszuprobieren und auch ganz neue Orte von Kirche entstehen zu lassen. Mit ihren regionalen und lokalen Besonderheiten ermöglichen sie für viele Interessierte und Gläubige ein sinnhaftes Angebot. Glaubensleben wird vielfältiger in verschiedenen Angeboten möglich sein. Hierdurch sollen sowohl Nähe, Weite als auch Tiefe in der Pastoral erreicht werden. Dies bedeutet einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel, weil  das pastorale Angebot in den Mittelpunkt gestellt wird. Alle kirchlichen Strukturen werden diesem Angebot dienen. Es geht um eine weitreichende Kulturveränderung im Dreiklang von Freiheit, Begegnung, Ermöglichung.

Diesen Anspruch formuliert der Kompass des Synodalkreises folgendermaßen aus: „Wir sehen die Freiheit des Menschen in selbstbestimmter Würde. Sehen Begegnung als lebendigen Ort, in dem Lebenswirklichkeit und Angebot christlichen Glaubens in Beziehung treten können. Als Mitglieder der Kirche übernehmen wir Verantwortung, dass Menschen durch die Begegnung mit Jesus Christus Ankerpunkte in ihrem Streben nach einem gelingenden Leben finden können. Darin kann der christliche Glauben wirksam werden, mit Respekt vor der Entscheidungsfreiheit, die Gott uns Menschen geschenkt hat.“
Frage einreichen

Impuls zur Fastenzeit 2022.

„Ich bin dann mal weg!“ - Das Buch von Hape Kerkeling zu seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg ist inzwischen ein Klassiker. „Ich bin dann mal weg!“ ist ein Impuls, der vermutlich zurzeit nur Wenigen fremd ist: Weg aus dem Alltag! Weg aus der Pandemie! Weg aus den Umbrüchen! Weg aus dieser Kirche! „Ich bin dann mal Weg!“ – Manchmal ist unsere Sprache ein herrlicher Hinweisgeber: Wenn ich weg will, dann muss ich mich auf den Weg machen. 

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Heute...
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Zitat der Woche:
 

„Einerseits wünschen sichalle Veränderungen von Kirche,
die Befürchtung vor Veränderungen ist jedoch sehr groß.“



Pfarrer Christoph Graaff
Multiplikator im „Heute bei dir“-Prozess
Aus dem Bistum. 
#OutInChurch.
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Ein Klima der Angstfreiheit

"Das Bistum Aachen will eine Kirche sein, in der ein Klima der Angstfreiheit besteht", so Generalvikar Dr. Andreas Frick. Daran werde neben dem Synodalen Weg auf Bundesebene auch in unserem synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess "Heute bei dir" gearbeitet. "Niemand darf aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder seiner geschlechtlichen Identität diskriminiert oder abgewertet werden. Jeder, der für und in der Kirche arbeitet, muss frei und ohne Angst über sich und seine Person sprechen können, ohne befürchten zu müssen, dass er deswegen arbeitsrechtliche Konsequenzen erfährt oder eine Kündigung erhält."
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Mit Brief und Siegel.
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Neues Leitungsteam eingeführt
In einem sehr stimmungsvollen Gottesdienst wurde jetzt in St. Michael, Holt, das neues Leitungsteam der Pfarre St. Benedikt von Nursia, sowie Marc Kubella als moderierender Priester, eingeführt. Er folgt auf Pfarrer Dr. Albert Damblon. Elisabeth Laumanns und Ulrike Wellens vom Regionalteam Mönchengladbach überreichten den Mitgliedern des Leitungsteams, Monika Casaretto, Rita Gehlen, Gertrud Schuchort und Hans-Peter Thönes und dem moderierenden Priester die Beauftragungsurkunden des Bischofs. Auch Dr. Simon Harrich von der Abteilung Pastoral in Lebensräumen des Bischöflichen Generalvikariates in Aachen nahm am Gottesdienst teil und beglückwünschte das Team. Leider konnte coronabedingt im Anschluss an den Gottesdienst nicht zu einem Umtrunk eingeladen werden. 
Nachhaltig leben.
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Von Besinnungstagen und spirituellen Wanderungen: Jahresprogramm vorgestellt
Die Bewahrung der Schöpfung, der Einsatz für einen nachhaltigen Lebensstil und die Förderung eines demokratischen, an der Würde des Menschen orientierten Umgangs miteinander sind Kernthemen und Auftrag der Seelsorge im Nationalpark Eifel und Vogelsang. An zwei besonderen Lern- und Erfahrungsorten in der Eifel bietet das Team für Gruppen und Einzelpersonen vielfältige Angebote, darunter Besinnungstage oder spirituelle Wanderungen, an. Unter dem Motto „Aufbrechen und Ostern entgegen gehen“ startet das Jahresprogramm in der Karwoche zwischen dem 13. und 15 April. 
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Schöpfung bewahren.
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Zeichen setzen.
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Frauen geben Hoffnung!

Anlässlich des Weltgebetstags aus England, Wales und Nordirland laden Christinnen in mehr als 150 Ländern am Freitag, 4. März, zu ökumenischen Gottesdiensten ein. Mit dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung!“ wollen die Frauen angesichts von Kriegsgefahr, Klimawandel, Inflation und Corona-Pandemie ein ermutigendes Zeichen setzen. Die Gebetskette läuft an diesem Tag über alle Kontinente und durch alle Zeitzonen hinweg. In Deutschland organisieren Frauen neben klassischen Präsenz-Gottesdiensten, auch Online-Formate, Freiluft-Andachten, Spenden-Aktionen, Ausstellungen und vieles mehr. Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März gefeiert. Der Glaube, das Gebet und das Handeln für eine gerechte Welt gehören dabei untrennbar zusammen. 
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Neues von Frieda.
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Mit den eigenen Essgewohnheiten auseinandersetzen
Was versteht man heute unter konventioneller Schweinehaltung, Ferkelaufzucht und Schweinemast? Wo liegen die Unterschiede zur ökologischen Zucht? Antworten auf diese Fragen gab es für die  Teilnehmer der Exkursion beim Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft „Haus Düsse“ der Landwirtschaftskammer NRW in Ostinghausen bei Bad Sassendorf. Der Ausflug mit dem Bus  von Mönchengladbach aus, fand im Rahmen des Projektes „Schwein haben“ statt, bei dem das Ferkel „Frieda“, das von seiner Aufzucht bis hin zu seiner Schlachtung begleitet wird, im Mittelpunkt steht.
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... erscheint am 11.03.2022.

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Was ist der "Heute bei dir"-Prozess?

Der "Heute bei dir"-Prozess ist ein Veränderungsprozess im Bistum Aachen, der zur Beteiligung einlädt. Im gemeinsamen Gespräch zwischen Gläubigen, Experten und kirchlichen Mitarbeitenden werden konkrete Handlungs-Impulse entwickelt, um eine Kirche der Zukunft wahrwerden zu lassen. Der Begriff "Heute bei dir" geht auf die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus zurück, bei welchem Jesus einkehrt. Er drückt das Anliegen aus, als Kirche aktiv auf die Menschen zuzugehen und in ihrer Lebenswirklichkeit einzukehren. 

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