Heute bei dir. Update 
Ausgabe #[13]/2022

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In aller Kürze: 

+++ Beschlüsse im „Heute bei dir“ Prozess liegen vor +++
+++ „Seelsorge ist nicht an den Kirchturm gebunden“ +++
+++ Dr. Christian Schröder zur Weltbischofssynode +++
+++ Aktionstag für den Frieden +++
+++ KSJ Jülich: Neuer Wohnraum für Studierende +++ 

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 
die letzten Runden sind geschafft. Der Synodalkreis hat nunmehr alle elf Beschlüsse in wegweisende Richtungsentscheidungen für die Kirche im Bistum Aachen gegossen. Und so können Sie nach Herzenslust einsteigen in die detaillierte Lektüre und Ihre eigenen Überlegungen, welche Chancen sich für Sie als haupt- und ehrenamtlich Engagierte mit Ihrem kreativen kirchlichen Angebot in der Zukunft bieten. Nach der zweiten Synodalversammlung Anfang April hat das Gremium nunmehr alle Anregungen und Ergänzungen der Diözesanen Räte aufgenommen, beraten und wo es einwandfrei möglich war, in die jeweiligen Beschlussvorlagen integriert. Methodisch ist der Kreis damit seiner bisherigen Linie treu geblieben. Die wichtige Botschaft vorweg: Alle Entscheidungen spiegeln einen grundsätzlichen Haltungs- und Paradigmenwechsel der Kirche im Bistum Aachen wider. Weg von einer Kirche, die bevormundet, ausgegrenzt, beurteilt und bewertet. Hin zu einer pilgernden, das heißt sich verändernden, aufgeschlossenen und zugewandten Kirche, die sich den gesellschaftlichen Veränderungen stellt und den Menschen Orientierung und Hilfestellung anbietet. Die Förderung des Ehrenamtes, ein lebendiges Gemeindeleben an neuen und bewährten Orten von Kirche, der Zugang zu Ämtern und Diensten, unabhängig von sexueller Orientierung und Lebensform,
finden sich in den Richtungsentscheidungen ebenso wieder wie die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche. Nun, mögen Kritiker einwenden, das sei doch in der normalen Lebenswelt alles bereits selbstverständlich. Doch auch dort zeigt die öffentliche Debatte, dass die Umsetzung in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft bisweilen hapert. 
Ein Haltungs- und Kulturwandel - das wissen wir alle - braucht Zeit und einen langen Atem. Doch durch konkrete Projekte, die jetzt definiert und professionell umgesetzt werden, wird die Veränderung weiter Fahrt aufnehmen. Neue Leitungsmodelle, eine breitere Beteiligung von Katholikinnen und Katholiken im Bistum Aachen lassen eine neue Schubkraft erwarten.
Also gilt es weiterhin, kraftvoll und mutig, aus den Beschlüssen eine wirksame und vitale Pastoral abzuleiten. In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche. Der Blick über die Kirchturmspitze hinaus offenbare längst, dass neben Traditionsorten spannende Initiativen existieren, die Menschen eine hoffnungsfrohe und tröstende Heimat geben und ein offenes Miteinander ermöglichen, so Generalvikar Dr. Andreas Frick.

Es fällt einem in diesem Zusammenhang Leo Tolstoi ein: "Alle wollen die Welt verändern, aber keiner sich selbst." Könnte sein, dass er sich dieses Mal irrt.

Herzlichst im Namen des Teams    


Marliese Kalthoff  
Leiterin Stabsabteilung Kommunikation



 
 

Veränderung nimmt weiter Fahrt auf.

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„Seelsorge ist nicht an den Kirchturm gebunden“
Synodalkreis beschließt umfassenden Kultur- und Haltungswandel

Nach einer intensiven Beratung liegen nun die finalen Beschlüsse des Synodalkreises zu den Schwerpunkt- und Querschnittsthemen des synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozesses „Heute bei dir“ vor.  Das Bistum Aachen setzt den von Bischof Dr. Helmut Dieser angestoßenen Reformprozess „Heute bei dir“ konsequent fort. Auf den beiden Synodalversammlungen haben die Räte im Bistum Aachen breite Zustimmung für die Richtungsentscheidungen signalisiert, die der Synodalkreis in den vergangenen Monaten in elf Beschlussvorlagen erarbeitet hatte. Zu den wichtigsten Zielmarken gehören unter anderem die Stärkung des Ehrenamtes, die Unterstützung neuer kirchlicher Angebote und Initiativen als Orte von Kirche sowie der Zugang von Frauen zu Diensten und Ämtern. 
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Synodalkreis legt Gesamtschau vor.

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Gottesdienst, Glaubenskommunikation und Katechese

Die Aufgabe der Kirche ist es, das Evangelium zu verkünden. Glaube entwickelt sich lebenslang. Die Kirche im Bistum Aachen bietet personale und räumliche Ressourcen an, diese Entwicklung zu begleiten. Grundlage dafür sind u.a. Gottesdienste, Glaubenskommunikation und Katechese, sowie das Handeln aus dem Glauben. Menschen finden Räume und Personen, um ihren christlichen Glauben zu leben, zu feiern, zu teilen, danach zu handeln und darüber in allen Lebenslagen ins Gespräch zu kommen. Dabei ist es wichtig, Lebendiges und Gutes zu bewahren und gleichzeitig offen zu sein für neue Verständnisse des Glaubens und deren Ausdrucksformen.
Darin liegt die Grundlage für die Innovation neuer und persönlicher Alltagsdeutung für jeden Menschen. Wo sich diese verorten und sich Gemeinschaften bilden, können sie an entsprechenden Orten von Kirche eine Unterstützung erfahren. Daraus erkennt der Synodalkreis einen Haltungswandel: Menschen sind in ihrer eigenen Lebens- und Glaubenswirklichkeit zu Freiheit, Begegnung und Ermöglichung befähigt. Wir sind überzeugt: Alle Getauften und Gefirmten sind berufen, für die sinnsuchenden Menschen von heute Zeug:innen zu sein für Glauben, Hoffnung und Liebe, die von Jesus Christus ausgehen. (Mehr)
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Orte von Kirche
 
Der Synodalkreis befürwortet einen Mentalitätswandel hin zur Vielfalt von Orten von Kirche. Dieser Mentalitätswandel geht über die territoriale Struktur und den kategorialen Arbeitsfeldern als primäres Ordnungsprinzip der Kirche im Bistum Aachen hinaus, und meint Orte von Kirche, die Menschen in ihrem Glauben ansprechen und ihren Bedürfnissen gerecht werden. Sie sind nahe an der Lebensrealität von Menschen, sie setzen sich mit Fragen, Brüchen und Herausforderungen auseinander; sie können von (Ordens-) Gemeinschaften; Gruppen und Einzelnen initiiert, sowie induktiv und deduktiv erschlossen werden. Der Mentalitätswandel soll angestrebt und möglichst sichtbar vollzogen werden. Kriterien dazu werden bis Ende 2022 entwickelt. (Mehr)
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Pastorale Räume

Der Synodalkreis beschließt, dass Grundlage für jedes Handeln im pastoralen Raum die Vorstellung von Freiheit, Begegnung und Ermöglichung, sowie die Kriterien des Kompasses sind. Die zukünftige territoriale Grundstruktur im Bistum Aachen wird prozessual und subsidiär den jeweiligen Ressourcen entsprechend entwickelt. Aufgabe der zukünftigen Pfarreien ist es, diese pastoralen Räume und damit die Orte von Kirche zu entwickeln bzw. zu unterstützen. (Mehr)
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Willkommens- und Kommunikationskultur

Die Grundhaltung der Willkommenskultur entspricht einem  Dialog und einem Voneinander-Lernen aus Interesse am Menschen in Demut, Wertschätzung, Offenheit und der Achtung von Vielfalt. Dabei werden die jeweiligen sozial-kulturellen Lebenshintergründe berücksichtigt. Dies entspricht unserem Gottesbild und spiegelt das Selbstverständnis von uns als Kirche wieder. Zum Wirksamwerden von Willkommenskultur gehört unbedingt auch eine Achtsamkeit und Kompetenz für ästhetische Rahmenbedingungen. Aus jedem Dialog in Freiheit kann Begegnung von Menschen und Gott hervorgehen, und er ist darin unverzichtbare Grundlage für die Ermöglichung von christlichem Handeln und Gemeinschaft.  Ziele der Willkommenskultur sind Wachstum der Identität und des Glaubens Einzelner sowie der Gemeinschaft. Eine Willkommens- sowie Abschiedskultur ist gemessen an den oben genannten Kritierien sicher zu stellen. (Mehr)
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Geschlechtergerechtigkeit
 
„Du liebst alles, was ist.“ (Weish 11,24): In dieser biblischen und schöpfungs­theologischen Annahme ist das Ziel eine Kirche, die auf allen ihren Ebenen den Identitäten der Menschen als Abbild Gottes in Bezug auf ihr biologisches Geschlecht, ihr soziales Geschlecht, ihre sexuelle Orientierung und ihrer Lebensformen gerecht wird. Dies geschieht in Erwartung  der einschlägigen Ergebnisse des Synodalen Weges und im Diskurs mit den human- und naturwissenschaftlichen sowie den theologischen Erkenntnissen zu Fragen von Sexualität und Geschlecht. „Jedes Ding ist vom andern verschieden, keines von ihnen hat er vergeblich gemacht“ (Sir 42,24) und alle Menschen haben das Recht, sich frei und offen zum eigenen Geschlecht, der sexuellen Identität, Orientierung und Lebensform zu bekennen.
„Nun geht der Mensch“ (Ps 104,23) und entfaltet sich. Daraus entsteht dem Menschen in der Kirche kein Nachteil, denn geschlechter- bzw. gendergerechtes Handeln ist in allen Bereichen kirchlichen Lebens selbstverständlich, so dass alle „eins in Christus“ (vgl. Gal 3,28) sind und Kirche ein Zeichen gegen Diskriminierung ist und weiter wird. Darin lernt die Kirche im Bistum Aachen, anwaltschaftlich für Menschen einzutreten. Sie respektiert, akzeptiert, wertschätzt die Menschen und nimmt sie in ihren Identitäten bedingungslos an. (Mehr)
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Diakonische Verantwortung

Der diakonische Auftrag des Evangeliums ist der gesamten Kirche anvertraut. Die Akteure im Bistum Aachen sollen sich dem Auftrag stellen, ihr diakonisches Profil zu überprüfen, zu entwickeln und erkennbar zu machen. Bereits vorhandene Träger sollen gewürdigt, anerkannt und nach Möglichkeit gefördert werden. Das soll auf allen Ebenen im Bistum Aachen strukturell umgesetzt werden. Dabei soll die sozial- und gesellschaftspolitische Rolle in guter Abstimmung aller Akteure (Bistum, Verbände, Evangelische Kirche etc.) entfaltet werden. In besonderer Weise unterstützt satzungsgemäß der Caritasverband als die vom Bischof von Aachen anerkannte Zusammenfassung der im Bistum Aachen tätigen katholisch-caritativen Einrichtungen, Dienste und Träger das gesamte Bistum in dieser Aufgabe. Die soziale Lage im Bistum Aachen wird regelmäßig analysiert und veröffentlicht. (Mehr)
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Leben und Glauben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Der Synodalkreis erkennt den Bedarf eines Mentalitätswandels hin zu einer Kirche als Entwicklungsraum für Jugendliche um ihrer selbst willen. Dabei dürfen Religionszugehörigkeit, geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft oder persönliche Lebensführung kein Ausschlusskriterium sein. An der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert braucht es vielfältige, analoge und digitale Räume, Ressourcen und (Bildungs-)Angebote, die von, mit und für Jugendliche(n) gestaltet werden und für diese bereitstehen.  (Mehr)
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Charismen-Orientierung im Ehrenamt

Eine Pastoral der Begegnung und Ermöglichung in Freiheit beschreibt einen Paradigmenwechsel in ersten Zügen und bedarf einer weiteren Ausfaltung. Dieser Paradigmenwechsel beinhaltet auch eine Neuausrichtung kirchlichen Handelns hin zu einer partizipativen,charismenorientierten Förderung, Befähigung und Koordinierung von allen kirchlich Engagierten. Dabei werden freiwillig, ehrenamtlich und beruflich Engagierte gleichermaßen gewollt und geschätzt. Das Verhältnis dieser drei Gruppen Engagierter braucht eine neue Beschreibung und Durchwirkung. So wird deutlich, dass jedes kirchliche Engagement auch ein Ausdruck gelebter und erlebbarer Spiritualität ist. Der Synodalkreis beschließt zur Sicherung des Paradigmenwechsels die Installierung einer neuen Organisationseinheit mit dem Arbeitstitel „Engagement-Management“, die in Kooperation mit anderen kirchlichen und nicht-kirchlichen Akteuren. (Mehr
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Digitalisierung

Die tiefgreifende Veränderung, Weiterentwicklung von Kultur, Lebenswelt, Werten, Ethik, Inhalten, Arbeitsformen und Kommunikation durch die digitale Transformation zu einer immer weiter zunehmenden Digitalität der Lebens­weisen der Menschen, wird von der Kirche anerkannt und begleitet. Die Kirche lernt dabei selbst. In diese Prozesse bringt die Kirche sich ein mit der Absicht, Humanität und Gemeinwohl zu wahren und zu fördern, z.B. in der Anwendung von digitalem Vorgehen in der sozialen Arbeit, in der pastoralen Arbeit, um insbesondere analoge und digitale Begegnungen zwischen Menschen zu ermöglichen. Dabei geht es darum, eine Kultur der Digitalität mit zu prägen, die Begegnung und Teilhabe ermöglicht und niemanden bewusst ausschließt. (Mehr)
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Nachhaltigkeit

Die Kirche im Bistum Aachen steht für eine Kirche der Schöpfungsspiritualität und -verantwortung. In der Herausforderung sozialer und klimabedingter Krisen und Katastrophen, vor Ort und weltweit, menschengemacht durch übermäßig konsumorientierte Wirtschaftsformen und Lebensstile, sehen wir die Chance und Notwendigkeit einer inneren und äußeren Umkehr zur Nachhaltigkeit. Die spirituelle Kernkompetenz der Kirche trägt zu einem Bewusstseins- und Kulturwandel bei, der die Menschen für ihre Bezogenheit auf Natur und Umwelt sensibilisiert und der die Tugend der Mäßigung neu mit Leben füllt. Beispielhaft stehen dafür die notwendigen Transformations­prozesse im Rheinischen Braunkohlerevier und das Engagement im National­park Eifel. Als gesellschaftliche Akteurin trägt die Kirche im Bistum Aachen politische Verantwortung, Herausforderungen dieser Zeiten und Irrwegen zu begegnen. Sie tritt selbst als handelnde Institution1 und als Anwältin und Interessen­vertreterin für die Umsetzung der Enzyklika „Laudato si“, der UN-Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens ein. Um dem Auftrag des Schöpfers, seine Schöpfung zu achten, zu nutzen und zu bewahren, gerecht zu werden, richtet sich die Kirche im Bistum Aachen an einer umweltbewussten und ressourcensensiblen Haltung aus, die das globale und generationenübergreifende Gemeinwohl zum Maßstab jedes Denkens und Handelns setzt. (Mehr)
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Geschwisterlichkeit aller Menschen - Ökumenisches Engagement, Verbundenheit mit dem Judentum und interreligiöse Dialoge

Die Einheit der Christinnen und Christen ist eine bleibende Aufgabe der christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Das Gemeinsame zu stärken und zu fördern, das Trennende vom Unterscheidenden zu differenzieren und so im Dialog zu einem differenzierten Konsens der Zusammengehörigkeit zu finden, ist für die Glaubwürdigkeit einer missionarischen Kirche gerade in Zeiten schwindender Mitglieder:innenzahlen unerlässlich. Die Ökumene gehört zum Wesen der Kirche, da sie der Auftrag Christi ist. Alle Grundvollzüge der Kirche müssen ökumenisch geprüft sein. Die Kirche im Bistum Aachen ist eine ökumenisch engagierte Kirche, die das Ziel der Einheit der Christinnen und Christen in Wort und Tat fördert. Basis des Dialogs ist die Charta Oecumenica auf Ebene der ACK. Die Grundprinzipien des Ökumenischen Briefes des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bischofs von Aachen und der Rahmen­vereinbarung für ökumenische Partnerschaften vom 2. Sept. 2017 können dafür eine gute Basis für die praktische Zusammenarbeit mit den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sein. (Mehr)
Zur Gesamtschau
Bischof Dr. Helmut Dieser dankt dem Synodalkreis von Herzen.

„Es kann keiner sagen, dass es ‚easy going‘ war. Es war wirklich eine große gemeinsame Anstrengung. Das habe ich bei jedem hier gespürt. Wir waren alle bereit, uns anzustrengen, miteinander und füreinander, für das Bistum. Es ist gar nicht auszudrücken, wie wertvoll das ist.“ 

„Das war ein Projekt, das hatte einen Anfang und das muss auch ein Ende haben. Und wir sind dabei, aus diesen verschriftlichten Ergebnissen jetzt auch wirklich Realitäten werden zu lassen für das Bistum.“ 

Nachgefragt.

Die Beschlüsse des Synodalkreises liegen nun in ihrer finalen Fassung vor. Wir haben mit den beiden Leitern der Abteilung Strategiemanagement im Bischöflichen Generalvikariat, Andreas Schreib und Pfarrer Thorsten Aymanns, über die nun anstehende Umsetzung gesprochen. 

Die Beschlüsse liegen nun vor. Wie geht es jetzt konkret weiter?

Schreib: Ich freue mich sehr, dass wir jetzt in die Strategieplanung gehen können. Das bedeutet ganz konkret, dass wir die Beschlüsse in Ziele und Maßnahmenpakete verarbeiten, gemeinsam Vorgehensweisen und Verantwortlichkeiten definieren und in Projektstrukturen umsetzen. Letztlich gehen wir den Dreischritt, der bereits auf der ersten Synodalversammlung im September 2021 in Haus Overbach vorgestellt wurde: Die in den Beschlüssen aufleuchtende Vision von Kirche im Bistum Aachen, teilweise schon in klaren Zielen (Zielebene=mission) und Aufträgen ausformuliert, wird übersetzt in Projekte, die wir auf einer mehrjährigen Zeitstruktur abbilden (Ausfaltung der Handlungsebene = strategy). Das Handwerkszeug der Strategieplanung hilft uns dabei, konsequent zu tun, was uns der synodale Gesprächs- und Veränderungsprozess „Heute bei dir“ ins Aufgabenheft geschrieben hat. Und es hilft uns dabei, über die Jahre hinweg, immer wieder zu überprüfen, ob wir noch dran sind an den Verabredungen. 

Dieses zielorientierte Vorgehen wird unterstützt durch den Rat unserer Gremien und Räte, den wir regelmäßig einholen werden; und es wird unterstützt durch den Dialog, den wir permanent mit Menschen im Bistum Aachen (und darüber hinaus) führen. Der Gesprächsprozess endet in einer Kirche, die sich als Volk Gottes auf dem Weg durch die Zeit versteht, die sich als synodale Kirche versteht, nie.

Aymanns: Die sich abzeichnenden Konsequenzen aus den Beschlüssen des Synodalkreises leiten einen Paradigmenwechsel für unser Bistum ein. In der Umsetzung kommt es jetzt ganz stark darauf an, dass die einzelnen Konzepte und Maßnahmen, die im Dialog erarbeitet werden, nicht hinter den gefassten Beschlüssen zurückfallen und vor allem richtungstreu bleiben. Aus diesem Grund werden die Richtungsentscheidungen durch die zuständigen Abteilungen im Bischöflichen Generalvikariat in einem nächsten Schritt auf ihre fachlichen Anforderungen geprüft und bei Bedarf um Aspekte, mit denen sich der Synodalkreis nicht beschäftigen konnte, ergänzt. Klugerweise ist man im Synodalkreis nicht in die Konzeptarbeit eingestiegen, sondern hat Konzepte in Auftrag gegeben, die in den kommenden Monaten entstehen müssen.
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Weltbischofssynode.

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Über das „Gemeinsame Gehen“

Das Thema Synodalität kommt gerade auf ganz verschiedenen kirchlichen Ebenen vor. „Es ist eine Zukunftsfrage für die Kirche, wie das ‚Miteinander beraten und entscheiden‘ auf den verschiedenen kirchlichen Ebenen - von der Gemeinde vor Ort bis hin zur Weltkirchlichen Ebene – funktioniert,“ so Dr. Christian Schröder, Referent für Pastoralentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat. Aus diesem Grund hat er den Auftrag bekommen, die Weltsynode zu begleiten und Informationen in die eine und in die andere Richtung weiterzugeben. Wir haben mit ihm über den Bericht zur Weltsynode gesprochen.  
Welche Erfahrungen gab es bereits zum Thema Synodalität im Bistum Aachen?

„Mir war relativ schnell klar, dass das, was von Rom aus in der Vorbereitung auf die Weltbischofssynode angedacht worden ist, in Aachen schon lange passiert. Natürlich ist man sich in Rom darüber bewusst, dass über das Thema Synodalität nicht zum ersten Mal nachgedacht wird. Weltweit betrachtet gibt es Bistümer, in denen es schon viele Erfahrungen gibt. Diese sollen gesammelt und weitergegeben werden. Die Orte, an denen Synodalität noch nicht so im Blick ist, werden durch die Weltbischofssynode aufgefordert, sich damit noch einmal intensiv zu beschäftigen. In unserem Bistum haben wir bereits eine lange Geschichte zur Frage der Synodalität, die sich in einer sehr stark ausgeprägtem Gremienstruktur widerspiegelt. Viele Räte arbeiten seit langem an den Themen Beteiligung und Entscheidung und einige Gemeinden machen gute Erfahrungen mit alternativen Formen der Entscheidungsfindung.“
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Ukraine-Hilfe.

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Im Gespräch

Mit Pfarrer Mykola Pavlyk hat sich der Leiter der griechisch-katholischen Gemeinde jetzt bei Bischof Dr. Helmut Dieser vorgestellt. Mit dabei war auch Andreas Funke als Referent für Seelsorge mit Geflüchteten.
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Benefizkonzert in Jülich

Für Kurzentschlossene: Am heutigen Freitag findet um 18 Uhr vor der Propsteikirche in Jülich, Stiftsherrenstraße 15, ein Konzert Jülicher Chöre für die Ukraine statt. 

Aachener Friedenskreuz.

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Aktionstag für den Frieden

Von einem Aktionstag in der GdG St. Peter begleitet, hat das Aachener Friedenskreuz am Samstag, 14. Mai, in Mönchengladbach-West Station gemacht. Start war um 9 Uhr vor der Venner Kirche mit einem Open-Air-Andacht, gestaltet vom Vorbereitungsteam der „Neue Wege gehen"- Gottesdienste, zum Thema „Gib dem Frieden dein Gesicht“. 
Vom Udo Lindenberg-Song „Wir ziehen in den Frieden" begleitet, wurde das Friedenskreuz von ehrenamtlich Engagierten und Mitgliedern der Bruderschaft Venn zu Fuß bis nach Hardt getragen. Dort wurde das Friedenskreuz am Feuerwehrhaus mit Pflastermalereien und Friedenssymbolen begrüßt. Es fand eine kindgerechte Station durch den Arbeitskreis Familienpastoral der GdG St. Peter statt. Der Weg des Aachener Friedenskreuzes führte über St. Helena in Rheindahlen, wo es von der dortigen Bruderschaft bereits erwartet wurde, nach Rath-Anhoven. Auf dem 16 Kilometer langen Weg fanden immer wieder kleine Andachten statt, an denen verschiedenste Menschen teilnehmen konnten.
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Rückblick.

Unter einem Dach
Neuer Wohnraum für Studierende und KSJ Jülich

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Das Bistum Aachen hat auf dem Gelände der alten Fachhochschule an der Haubourdinstraße 40 in Jülich ein Gebäude erworben, das nun bezogen wurde. „Näher, größer, besser erreichbar, barrierefrei und ansprechender“, freute sich Alexander Peters, Leiter der KSG Jülich über den neuen Standort. Die Einsegnung des Hauses nahm Pfarrer Josef Wolff, Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heilig Geist vor.  
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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Feier des 25 jährigen Beauftragungsjubiläums

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Eigentlich sind sie bereits seit 26 bzw. 27 Jahren im Pastoralen Dienst des Bistums Aachen tätig: die 17 Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten und die neun Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten, die 1995 bzw. 1996 durch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff zum pastoralen Dienst im Bistum Aachen beauftragt worden sind. Coranabedingt mussten die Feiern aus den Jahren 2020 und 2021 verschoben werden. Jetzt fand sie am 11. Mai in der Bischöflichen Akademie statt, und 18 Jubilarinnen und Jubilare konnten teilnehmen. Weihbischof Karl Borsch lud zur Eucharistiefeier und zum anschließenden Beisammensein ein. Er dankte den Jubilarinnen und Jubilaren für Ihren seelsorglichen Dienst im und für das Bistum Aachen und für ihren Beitrag, das Evangelium im Leben der Menschen wirksam werden zu lassen und das Leben der Kirche von Aachen zu gestalten.

Aufbrechen und Bleiben
Tag des Bischofs mit den älteren Priestern und Diakonen in Düren

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Zwei Jahre war das Treffen der älteren Priester und Diakone wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Nun konnten es am 18. Mai mit Weihbischof Karl Borsch in St. Marien in Düren stattfinden. Gemeinsam mit dem Weihbischof feierten 20 ältere Priester, Diakone und Weihbischof Karl Reger eine Heilige Messe. In seiner Predigt stellte Weihbischof Borsch fest: „Wir leben in bewegten Zeiten. Weltlich wie kirchlich.“ Die Kirche sei im Umbruch und die Herausforderungen groß und schmerzhaft, sagte der Weihbischof seinen Mitbrüdern.
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Erfolgreich abgeschlossen

Die von der Industrie- und Handelskammer zertifizierte Fortbildung „Management-Assistenz“ haben jetzt 17 Mitarbeiterinnen aus dem allgemeinen Bistumsdienst und den Pfarrbüros der Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände erfolgreich abgeschlossen und die Übergabe der Zertifikate in der Bischöflichen Akademie gefeiert.
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Ausblick.

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Priesterweihe im Dom

Die beiden Diakone Markus Terporten und André Vogelsberg werden am Samstag, 4. Juni, um 9.30 Uhr im Aachener Dom von Bischof Dr. Helmut Dieser zu Priestern geweiht. Mit Blick auf die Corona-Situation gibt es im Aachener Dom immer noch eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Vorwiegend werden also geladene Gäste mit dabei sein. Ein paar frei verfügbare Plätze wird es sicherlich geben. 

Geistlicher Impuls.

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Getragen

Heute sitze ich zum Arbeiten am Schreibtisch meines Vaters (70). Im Fenster steht ein junger Gingkobaum, Zeichen für Lebendigkeit und Ausgeglichenheit. In der Schreibtischunterlage meines Vaters liegen viele kleine Zettel, in seiner Handschrift beschrieben. Eine ganze Reihe setzt sich damit auseinander, was ihm Glaube bedeutet. 
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Was ist der "Heute bei dir"-Prozess?

Der "Heute bei dir"-Prozess ist ein Veränderungsprozess im Bistum Aachen, der zur Beteiligung einlädt. Im gemeinsamen Gespräch zwischen Gläubigen, Experten und kirchlichen Mitarbeitenden werden konkrete Handlungs-Impulse entwickelt, um eine Kirche der Zukunft wahrwerden zu lassen. Der Begriff "Heute bei dir" geht auf die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus zurück, bei welchem Jesus einkehrt. Er drückt das Anliegen aus, als Kirche aktiv auf die Menschen zuzugehen und in ihrer Lebenswirklichkeit einzukehren. 

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